Im Trend: Das modulare Unternehmen

Das Handelsblatt berichtet über die modulare Produktionsweise von VW. Nicht nur die Fahrzeuge von VW werden aus einem „Modulbaukasten“ zusammengesetzt, sondern ganze Fabriken sollen modularisiert werden. VW verspricht sich hiervon niedrigere Produktionskosten, weniger Fehlerquellen und eine erhöhte Geschwindigkeit bzw. Flexibilität. Diese Baukasten-Idee ist aber keine Erfindung der Großunternehmen, sondern in erster Linie ein schon lange genutzter Optimierungsansatz in klein- und mittelgroßen Unternehmen (KMU).

Die Vorteile der neuen Produktionsweise bei VW lesen sich sehr gut. Die Umsetzung der Idee ist mit Sicherheit noch ein beschwerlicher Weg, der sich allerdings zu gehen lohnt. Schon 1994 zeigte Prof. Warnecke, früherer Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, mit seiner Idee von der fraktalen Fabrik Wege auf, wie Produktion modularisiert werden kann.

 Was hat dieses Thema mit unserem Beratungsschwerpunkt von Handel und Vertrieb zu tun? Nur, wir treiben das Konzept einer Modularisierung schon lange bei deutlich kleineren Unternehmen voran. Hierbei beschränken wir uns nicht auf den Produktionsbereich im Handle, also die Bereiche der Leistungserbringung, sondern „modularisieren“ das gesamte Unternehmen. Wir verwenden hierfür den Begriff „Systemhaus“ bzw. des „modularen Unternehmens“. Die Grundidee dabei ist, betriebliche Funktionen über mehrere Unternehmen hinweg durch ein standardisiertes externes Angebot zu ersetzten. Dies ist kein klassisches Outsourcing, da es hier um neue Modul-Angebote geht, die extra neu entwickelt werden und sich deswegen passgenauer in die betriebliche Abläufe einfügen. Die Idee des Systemhauses bieten sich deshalb für Hersteller mit eigenem Händlernetz sowie für Verbundgruppen an.

 Die Vorteile sind vor allem eine höhere Qualität der Leistung, eine höhere Flexibilität und (in geringem Maße) eine Kostenreduzierung. Mit diesem Prinzip können Unternehmen stufenweise verändert werden und die Vorteile des Systemhauses nutzen. Das Systemhaus ist Kern einer strukturierten Händlernetzentwicklung und auch die Basis von Nachfolge-Modellen, da die Unternehmen vor Ort sukzessive auf die Erbringung ihrer Kern-Kompetenzen fokussiert werden.

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